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Begünstigung im Konkubinat mit gemeinsamen Nachkommen

 

Die erbrechtliche Situation ist eine andere als bei verheirateten Paaren. Die Eltern des Kindes haben zueinander kein Erbrecht, die gemeinsamen Kinder sind Alleinerben des Vaters oder der Mutter.

 

Begünstigung im Testament: dem Konkubinatspartner kann lediglich die frei verfügbare Quote von 25% vermacht werden, der Pflichtteil von 75% steht den Nachkommen zu.

 

Begünstigung über die Pensionskasse: Die Leistungen der 2. Säule fallen NICHT in den Nachlass. Im Todesfall gelten die Regelungen der jeweiligen Pensionskasse oder Vorsorgeeinrichtung. Bei vielen Vorsorgeeinrichtungen kann eine Begünstigtenerklärung zugunsten des Konkubinatspartners abgegeben werden. Erkundigen Sie sich bzgl. der entsprechenden Reglemente!

 

Begünstigung über die Säule 3a oder gebundene Selbstvorsorge: Das Gesetz regelt, wer in welcher Reihenfolge über die Säule 3a begünstigt werden kann. Im Rahmen dieser Regelung kann über eine Begünstigtenerklärung auch hier der Konkubinatspartner berücksichtigt werden. Eine solche Erklärung gilt es schriftlich gegenüber der Vorsorgeeinrichtung abzugeben. Anders als bei der 2. Säule gehören diese Gelder zum Nachlassvermögen.

 

Begünstigung über Versicherungen der Säule 3b: Bei diesen Vorsorgeinstrumenten können die Begünstigten frei bestimmt werden, daher sind sie für Konkubinatspaare besondern interessant. Bei reinen Risikoversicherungen (dort gibt es keinen Sparanteil und somit auch keinen Rückkaufswert) fällt im Todesfall die ganze Summe ungeschmälert an den Konkubinatspartner. Begünstigen sie den Konkubinatspartner bei klassischen Lebensversicherungen (Versicherung eines Todesfallkapitals sowie Sparen aufs Alter), so erhält er den grössten Teil der Auszahlungssumme. Der Rückkaufswert der Versicherung fällt in den Nachlass und untersteht der Pflichtteilsberechnung. 

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